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03.02.2012Verwirrung um geringere Gaslieferungen aus Russland
Der russische Energiekonzern Gazprom hat Anschuldigungen einiger europäischer Gasanbieter zurückgewiesen, denen zufolge die Lieferungen von Erdgas erheblich zurückgegangen seien. So berichtet der österreichische Versorger OMV, dass die Gaslieferungen derzeit um 30 Prozent geringer ausfallen als sonst üblich. Der Vize-Chef von Gazprom, Medwedew, zeigte sich von diesen Berichten sehr überrascht und verwies darauf, dass man die Lieferungen in keiner Weise verringert habe. Im Gegenteil; angesichts der Kältewelle seien sie sogar erhöht worden, so der russische Konzern.
Ukraine und Russland streiten öfter über Erdgas
In Verdacht steht Gazprom zufolge allerdings das Nachbarland Ukraine, durch das die wichtigsten Pipelines mit Erdgas verlaufen. Schon in der Vergangenheit hatte es wiederholt Ärger zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken gegeben, der in der Folge auch die Gaslieferungen der weiter westlich gelegenen europäischen Kunden betraf. Unter anderem auch aus diesem Grund haben Deutschland und Russland vergangenes Jahr die Ostsee-Pipeline Nord Stream in Betrieb genommen, die beide Länder direkt miteinander verbindet. Der überaus starke Kälteeinbruch der vergangenen Tage macht insbesondere der Ukraine schwer zu schaffen, wie die zahlreichen Kältetoten beweisen. Der ukrainische Gasanbieter Naftogas bestreitet allerdings seinerseits, die Entnahme von Erdgas erhöht zu haben. Man halte sich an die Transitverträge, so das Unternehmen.
Europäische Gasanbieter melden Lieferkürzungen
Medienberichten zufolge haben auch Italien, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei über niedrigere Gaslieferungen aus Russland geklagt. Ebenso gibt es Spekulationen darüber, dass Russland selbst mehr Erdgas benötigt und daher die Lieferungen gedrosselt haben könnte. Allerdings wird auch dieser Verdacht von Gazprom zurückgewiesen. Für Deutschland melden die Gasanbieter eine ausreichende Bevorratung in hiesigen Speicheranlagen, so dass eine Verknappung von Erdgas in absehbarer Zeit nicht zu befürchten sei. Der Versorger Wingas in Kassel teilte mit, dass man den Gasbezug aus Russland im Einvernehmen mit Gazprom sogar gedrosselt habe, weil man den Bedarf vorerst aus den eigenen Gasspeichern decken wolle.
Gaspreisvergleich
Angesichts steigender Kosten für Gas ist es heute beim Bezug einer Wohnung oder auch beim Bau des Eigenheims wichtig zu fragen, wie hoch die Gaskosten sind. In diesem Bereich sind enorme Einsparpotentiale gegeben, die immer noch von viel zu wenigen Haushalten genutzt werden. Dabei ist es so einfach den Gasanbieter zu wechseln, denn wie beim Stromlieferanten kann der Verbraucher frei entscheiden, welches Unternehmen ihm das Gas liefern soll. Das Gaspreise immer weiter steigen ist darin begründet, dass Gas in den meisten Fällen aus Erdgas besteht. Erdgas entsteht bei der Erdölförderung als Nebenprodukt, weshalb der Gaspreis auch an den Mineralölpreis gekoppelt ist. Dieser verändert sich stetig, sodass sich auch der Gaspreis verändert. Hinzu kommt, dass Erdöl und Erdgas in der Regel über Pipelines aus dem Ausland zu den Gasversorgern transportiert wird. Hierfür fallen Kosten an, die sich u.a. aus Gebühren an fremde Länder ergeben. Auch diese Kosten wirken sich auf den Gaspreis aus.Um herauszufinden, wie es um die Nebenkosten bestellt ist oder wie sich die Rentabilität einer neuen Heizungsanlage verhält, muss man den aktuellen Gasverbrauch kennen. Gleiches gilt auch für den Fall, dass in Erwägung gezogen wird, den Gasversorger zu wechseln. Durch das Wissen um den Gasverbrauch kann man die Preise der vielen verschiedenen Gasanbieter besser miteinander vergleichen. Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen man die Kosten ermitteln kann. Am einfachsten ist dabei ein Gasrechner, denn er sucht automatisch nach einem Gaslieferanten, der das beste Preis-Leistungsverhältnis aufweist.
Damit eine solcher Vergleich durchgeführt werden kann, müssen einige wichtige Daten bereitgehalten werden. mehr anzeigen...
Bei einem Neubau ist die Berechnung nicht ganz so einfach, da hier schlichtweg die Erfahrungswerte fehlen. Dennoch ist eine Berechnung der Gaskosten möglich, wobei es hier gilt, wichtige Unterscheidungen zu machen. Diese beziehen sich vor allem auf die Wärmedämmung und die Raumhöhe. Hilfreich ist folgende Faustformel: bei Gas, welches nur zum Heizen genutzt wird, werden 14 kWh pro Quadratmeter veranschlagt, die dann mit den Quadratmetern des beheizbaren Wohnraums multipliziert werden. Soll mit dem Gas auch das Wasser erwärmt werden, erhöht sich der Wert auf 16 kWh pro Quadratmeter. Bei diesem Verfahren spielt es weiter keine Rolle, wie viele Personen im Haushalt leben werden. Aber Achtung: handelt es sich um ein Niedrigenergiehaus, sind andere Werte zur Berechnung heranzuziehen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, einen Energieberater zu kontaktieren.
Ist die Berechnung und der Vergleich erst mal durchgeführt, ist es ein Leichtes den Gasanbieter zu wechseln. Ohne eine Unterbrechung der Gaszufuhr wird der Anbieter gewechselt - die Veränderung merkt man nur an einer geringeren Abrechnung.










