Bis zu 600 Euro sparen!
Benutzen Sie unseren kostenlosen Strompreisrechner und finden Sie heraus, wieviel Sie jeden Monat sparen können.Strompreisrechner
Mit einem Strompreisvergleich bares Geld sparen
Verwirrung um geringere Gaslieferungen aus Russland
Verwirrung um geringere Gaslieferungen aus Russland03.02.2012, 15:23 Uhr - geschrieben von Michael K.
Der russische Energiekonzern Gazprom hat Anschuldigungen einiger europäischer Gasanbieter zurückgewiesen, denen zufolge die Lieferungen von Erdgas erheblich zurückgegangen seien. So berichtet der österreichische Versorger OMV, dass die Gaslieferungen derzeit um 30 Prozent geringer ausfallen als sonst üblich. Der Vize-Chef von Gazprom, Medwedew, zeigte sich von diesen Berichten sehr überrascht und verwies darauf, dass man die Lieferungen in keiner Weise verringert habe. Im Gegenteil; angesichts der Kältewelle seien sie sogar erhöht worden, so der russische Konzern.
Ukraine und Russland streiten öfter über Erdgas
In Verdacht steht Gazprom zufolge allerdings das Nachbarland Ukraine, durch das die wichtigsten Pipelines mit Erdgas verlaufen. Schon in der Vergangenheit hatte es wiederholt Ärger zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken gegeben, der in der Folge auch die Gaslieferungen der weiter westlich gelegenen europäischen Kunden betraf. Unter anderem auch aus diesem Grund haben Deutschland und Russland vergangenes Jahr die Ostsee-Pipeline Nord Stream in Betrieb genommen, die beide Länder direkt miteinander verbindet. Der überaus starke Kälteeinbruch der vergangenen Tage macht insbesondere der Ukraine schwer zu schaffen, wie die zahlreichen Kältetoten beweisen. Der ukrainische Gasanbieter Naftogas bestreitet allerdings seinerseits, die Entnahme von Erdgas erhöht zu haben. Man halte sich an die Transitverträge, so das Unternehmen.
Europäische Gasanbieter melden Lieferkürzungen
Medienberichten zufolge haben auch Italien, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei über niedrigere Gaslieferungen aus Russland geklagt. Ebenso gibt es Spekulationen darüber, dass Russland selbst mehr Erdgas benötigt und daher die Lieferungen gedrosselt haben könnte. Allerdings wird auch dieser Verdacht von Gazprom zurückgewiesen. Für Deutschland melden die Gasanbieter eine ausreichende Bevorratung in hiesigen Speicheranlagen, so dass eine Verknappung von Erdgas in absehbarer Zeit nicht zu befürchten sei. Der Versorger Wingas in Kassel teilte mit, dass man den Gasbezug aus Russland im Einvernehmen mit Gazprom sogar gedrosselt habe, weil man den Bedarf vorerst aus den eigenen Gasspeichern decken wolle.








